Chronischer Hunger

Unter- und Mangelernährung

Ständige Unterernährung

Der Körper bekommt über Monate und Jahre – oft schon als Fötus – zu wenig Kalorien und ist entsprechend geschwächt und anfällig für Krankheiten.

Ausgeprägte Mangelernährung

Die Ernährung ist zu einseitig, es fehlen über lange Zeit wesentliche Nährstoffe wie Vitamine, Proteine, Mineralstoffe. Mangelerscheinungen mit nachhaltigen gesundheitlichen Schädigungen sind die Folge.

Chronische Unter- und Mangelernährung bedeuten

  • Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen und seelischen Entwicklung.
  • Stark eingeschränktes Wohlbefinden, Verminderung der Leistungskraft.
  • Schwächung des Immunsystems, hohe Anfälligkeit für Krankheiten, erhöhtes Todesrisiko.

Das Ausmaß des Leids ist auf den ersten Blick nicht sichtbar – die betroffenen Menschen entsprechen oft nicht dem „typischen Bild“ von Hungernden. Erst bei genauerer Betrachtung werden die verheerenden Auswirkungen deutlich.
Man erkennt z.B., dass

  • Kinder, die wie Fünfjährige aussehen, in Wirklichkeit schon acht Jahre alt sind.
  • die geistige Entwicklung sowie die Konzentrations- und Lernfähigkeit eingeschränkt sind.
  • Menschen an heilbaren Erkrankungen (z.B. Fieberinfekte, Durchfall, Kinderkrankheiten, Malaria) sterben, weil es ihnen an Abwehrkräften und angemessener medizinischer Versorgung fehlt.

Menschen, die von chronischem Hunger betroffen sind, müssen tagein tagaus der erdrückenden Realität mehr Mut und Entschlossenheit entgegen setzen als viele von uns – sie arbeiten oft hart und viel, und doch reichen ihre Bemühungen nicht aus, um für das Nötigste zu sorgen.