Strategien

Unsere Strategien für einen nachhaltigen Wandel

Hunger und Armut sind nicht zufällig entstanden. Sie sind die Folge von tief verwurzelten sozialen Bedingungen, wie Gesetzen, Traditionen, Einstellungen und Verhaltensweisen. Unterdrückung, Ausgrenzung, Entmachtung und Entrechtung von Männern und Frauen, und ganz besonders von Frauen, führen dazu, dass chronischer Hunger und Armut fortbestehen.

Für eine erfolgreiche Umsetzung unserer Strategien sind in unserer Erfahrung die folgenden Interventionen erforderlich:

  • Soziale Mobilisierung

    Die Grundeinstellung der Menschen, die von Resignation und Abhängigkeit geprägt ist, muss konfrontiert und verändert werden. In vielen Ländern wird dies durch den „Vision, Commitment and Action Workshop“ und die Ausbildung von lokalen Entwicklungstrainerinnen und -trainer erreicht, die ihrerseits die anderen Dorfbewohner dazu motivieren und organisieren, selbst aktiv zu werden.

  • Stärkung der lokalen Selbstverwaltung

    Es muss ein wirkungsvolles Forum geschaffen werden, das den Dorfbewohnerinnen und -bewohnern erlaubt, ihre Grundbedürfnisse zu erfüllen und Zugang zu Ressourcen der Regierung zu erhalten, die ihnen rechtsmäßig zustehen.

  • Interventionen zur Gleichstellung der Geschlechter

    Frauen tragen traditionell meist die Hauptverantwortung für die Gesundheit der Familie, für Schulbildung und Ernährungssicherung der Kinder und sorgen oft auch für einen Teil des Haushaltseinkommens.Sie erhalten jedoch selbst keinen Zugang zu dem erwirtschafteten Haushaltseinkommen, haben keine Landrechte und keine Entscheidungsbefugnis in der Familie noch in politischen und wirtschaftlichen Gremien. Das Hunger Projekt hat es sich zur höchsten Priorität gemacht, Frauen politisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich zu stärken.

  • Ein Unterstützendes Umfeld schaffen

    Das Hunger Projekt bindet lokale Behörden und Einrichtungen, politische Entscheidungsträger sowie die Medien in alle Programme und Initiativen ein und schafft Synergien mit anderen Organisationen. Damit entsteht langsam das notwendige gesellschaftspolitische Umfeld für die lokalen Entwicklungsmaßnahmen.

Die Menschen vor Ort nehmen mit ihrer Kreativität, mit ihrem Potenzial und mit ihren eigenen Ressourcen die Schlüsselrolle bei der Überwindung chronischen Hungers ein.

Aus diesem Grund wird die Arbeit in den sich entwickelnden Ländern nur von Landsleuten geleitet und durchgeführt.