Lokale Selbstverwaltung

Stärkung kommunaler Regierungsformen

Die Unterstützung der lokalen demokratischen Strukturen zeigt sich als außerordentlich wirksame Strategie, um die Grundbedürfnisse wie Gesundheit, Ernährung, Bildung und Einkommensverbesserung auf die Tagesordnung der kommunalen Entscheidungsgremien, wie zum Beispiel der Gemeinderäte, zu bringen.

Gleichzeitig werden die Menschen in den Dörfern über die Wichtigkeit von Wahlen aufgeklärt und lernen sich kritisch mit lokalen politischen Themen auseinander zu setzen.

  • In Bangladesch arbeitet das Hunger Projekt zum Beispiel mit den Union Parishads (UP), den kommunalen Selbstverwaltungsgremien in den Dörfern Bangladeschs.So organisieren vom Hunger Projekt ausgebildete UP-Abgeordnete öffentliche Veranstaltungen, Round-Table-Diskussionen, Pressekonferenzen sowie Treffen mit führenden Politiker, um die kommunalen demokratischen Strukturen zu stärken und die Chancen zu verdeutlichen, die in dieser Dezentralisierung liegen.
  • In Indien stärkt das Hunger Projekt Tausende von Frauen, die seit einer Verfassungsänderung 1993 erstmals in der Geschichte Indiens die Chance erhalten, als gewählte Abgeordnete der kommunalen Selbstverwaltungsgremien (den sogenannten Panchayats) die Geschicke ihres Dorfes selbst in die Hand zu nehmen.
“Um chronischen Hunger zu überwinden, ist Demokratie auf Dorfebene unabdingbar. Die Menschen in den Dörfern müssen sowohl das Mitspracherecht und die Entscheidungskompetenz bei den Fragen erhalten, die unmittelbar ihr Leben beeinflussen, als auch Zugang zu den ihnen rechtmäßig zustehenden Ressourcen bekommen.”
Joan Holmes, ehemalige Präsidentin des Hunger Projekts