Mobilisierung zu Eigenständigkeit

Resignation und Apathie überwinden

Für Menschen, die in Abhängigkeit und Resignation ohne Hoffnung auf eine bessere Zukunft leben, ist es erst einmal undenkbar sich ein Leben ohne Hunger vorzustellen.

Die Vision, Commitment and Action Workshops

Bei den weltweiten Strategien des Hunger Projekts besteht der erste Schritt immer darin, Menschen eine neue Möglichkeit bewusst zu machen – die Möglichkeit, nicht darauf zu warten, gerettet zu werden, sondern zu handeln, um ihre Grundbedürfnisse selbst zu erfüllen. Dies wird durch den Vision, Commitment and Action Workshop (VCAW) erreicht.

Entwicklungstrainerinnen und -trainer

Darüber hinaus gibt es weitere entscheidende Schritte bei der Mobilisierung. Wir bilden freiwillige Führungskräfte vor Ort zu sogenannten “Entwicklungstrainern” aus, die den zündenden Impuls für lokale Aktivitäten geben.Während die Menschen die Dinge selbst in die Hand nehmen, stellen wir Schulungen zur Alphabetisierung und über lokale Rechte zur Verfügung. Wir organisieren Menschen in Selbsthilfegruppen, durch die sie mehr Mitspracherechte erhalten. Erfolg baut auf Erfolg auf.

Beispiele für Eigeninitiativen

  • Bewohnerer abgelegener Dörfer in Afrika bauen lokale Schulräume, veranstalten Workshops für Einkommen schaffende Maßnahmen und errichten lokale Lebensmittellager, um die Nahrungsversorgung sicher zu stellen.
  • In Mexiko haben Dörfer begonnen, den Wald wieder aufzuforsten.
  • In Bolivien bauen Dörfer ihre eigenen Bewässerungssysteme.
  • In Bangladesch führen Dorfgemeinschaften gemeinsame Kampagnen durch mit dem Ergebnis, dass in einigen Dörfern Hochzeiten zu 100 Prozent mitgiftfrei sind, die Bewohnerinnen und Bewohner zu 100 Prozent lesen und schreiben können und 100 Prozent der Haushalte Latrinen haben.

Ein beliebtes T-Shirt in Hunger-Projekt-Dörfern in Bangladesch trägt die Aufschrift: “Ein Mensch, dessen Geist befreit ist, wird niemals hungrig sein.”