Ansatzpunkte

Das Hunger Projekt proklamiert in der AIDS-Bekämpfung acht wesentliche strategische Ansatzpunkte.

  1. Führungskraft und Verantwortung

    Was fehlt, ist Verantwortung auf höchster politischer Ebene. Führende Politiker dürfen nicht länger schweigen, müssen mit dem Tabu brechen und über AIDS sprechen. Entschlossenes Handeln der Regierungen ist ein Schlüsselelement (Senegal ist hierfür ein Beispiel, hier liegt die Neuinfektionsrate bei nur 2 Prozent)

  2. Geschlechterbeziehung

    Ein grundlegender Wandel in der Beziehung zwischen den Geschlechtern ist erforderlich.

  3. Gesellschaft

    Die gesellschaftliche Akzeptanz der HIV-infizierten Menschen muss hergestellt werden.

  4. Thematisierung

    Die Mauer des Schweigens um AIDS muss durchbrochen werden. AIDS und seine Ursachen dürfen nicht länger ein Tabuthema sein.

  5. Führungspersönlichkeiten

    Die Führungspersönlichkeiten aus den Dorf- und Religionsgemeinschaften müssen ihre Stellung dazu nutzen, Präventionsmaßnahmen aktiv voranzubringen.

  6. Tests und Beratung

    Die Menschen müssen Zugang zu einem flächendeckenden Versorgungsangebot lebenswichtiger Dienstleistungen (Tests, Beratung) bekommen.

  7. Folgekrankheiten

    Es sind Strategien und Pflegeangebote zur Behandlung von Folgekrankheiten, wie z.B. TBC erforderlich.

  8. Internationale Solidarität

    Dies ist nur mit Solidarität und Partnerschaft auf internationaler Ebene einschließlich der Mobilisierung internationaler Ressourcen möglich.

Diese Ansatzpunkte werden kontinuierlich in die Arbeit des Hunger Projekts integriert: Sowohl direkt in die laufenden Gesundheitsprogramme in den Epizentren als auch im Rahmen der Initiative für die Afrikanische Farmerin.