Die Arbeit mit der Dorfbevölkerung

Arbeit mit der Dorfbevölkerung

Die Grundeinstellung der Bevölkerung ist von Resignation und Abhängigkeit geprägt. Als erster Schritt muss diese Haltung verändert werden. In sogenannten Vision, Commitment and Action Workshops werden Menschen herangeführt, Zielvorstellungen und Strategien zur Selbsthilfe mit eigenen Mitteln zu entwickeln. Freiwillige Dorfbewohner werden dann in speziellen Trainings zu Führungskräften, sogenannten Entwicklungs-Trainern ausgebildet. Diese Trainings finden in allen 64 Distrikten Bangladeschs statt. Bisher wurden 184.000 TrainerInnen geschult, davon 42% Frauen. Die TrainerInnen arbeiten dann als Multiplikatoren in ihren Dörfern.

Sie motivieren die Menschen in ihren Dorfgemeinschaften, aus eigener Kraft etwas an ihrer Lebenssituation zu verändern. Gemeinsam entwickeln sie Ziele und überlegen, wie die Einzelnen diese Ziele mit eigenen Mitteln erreichen können. Daraus entstehen Pläne für ganz konkrete  Aktivitäten. Bei deren Umsetzung unterstützen die TrainerInnen die Dorfbewohner.

Die TrainerInnen werden außerdem geschult, allgemeine Kampagnen in ihren Dörfern durchzuführen. Sie erhalten entsprechende Unterstützung, z.B. für folgende Aktivitäten:

  • Gründung lokaler Selbsthilfeorganisationen zur Vergabe von Kleinkrediten für einkommensschaffende Aktivitäten
  • Durchführung von Gesundheitsprogrammen für Mütter und Kinder
  • Weiterbildungen zu Themen wie Umweltschutz und Abfallbeseitigung
  • Alphabetisierungskurse für Erwachsene, Workshops für Frauen zu Themen wie soziale Ungleichheit, Diskriminierung, Mitgift, Kinderehen, häusliche Gewalt).

So erreichen die Dorfgemeinschaften selbstbestimmt grundlegende Verbesserungen in den Bereichen Einkommenssicherung, Basisgesundheit, Hygiene, Bildung, Umweltschutz und Gleichstellung der Geschlechter im Sinne der SDG´s.