Sarojini-Naidu-Preis

Förderung für indische Journalisten

Seit 2001 hat das Hunger Projekt Indien jährlich den Sarojini-Naidu-Preis an drei Journalistinnen und Journalisten für herausragende Reportagen über die Erfolge der Frauenabgeordneten und ihre Arbeit in den Panchayats verliehen. Mit der Preisvergabe wurde die Berichterstattung über die Erfolge, Herausforderungen und Schwierigkeiten der Freauen gefördert.

Sarojini Naidu

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Sarojini Naidu (1879 – 1949) war eine bedeutende Dichterin und Rednerin, bekannt als die „indische Nachtigall”. Sie war eine enge Mitarbeiterin von Mahatma Gandhi, eine herausragende Führungsfigur der Unabhängigkeitsbewegung und im Jahre 1925 Präsidentin des indischen Nationalkongresses.Nach der Unabhängigkeit war sie die erste Gouverneurin eines indischen Bundesstaats.

 

Die Verleihung des Sarojini-Naidu-Preises

Das Hunger Projekt ehrte mit diesem Preis Journalistinnen und Journalisten, die über das Engagement der gewählten Volksvertreterinnen in den Panchayats berichteten. Die Mitglieder des Auswahlkomitees bestanden aus Vertretern der indischen Regierung, gesellschaftlich relevanter Organisationen, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sowie Journalisten und Medienvertretern

Der Sarojini-Naidu-Preis ist mit jeweils 5000,- EUR dotiert und wird in drei Kategorien vergeben:

  • Beste Berichterstattung – in Englisch
  • Beste Berichterstattung – in Hindi
  • Beste Berichterstattung – in einer anderen Sprache

In Anerkennung der Bedeutung, die Mahatma Gandhi den Panchayats und der umfassenden Beteiligung von Frauen am öffentlichen Leben eingeräumt hat, wurde die Auszeichnung jedes Jahr an seinem Geburtstag in Neu-Delhi verliehen – erstmalig geschah dies am 2. Oktober 2001.

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Die Preisträger des Sarojini Naidu Preises 2008

Die Beteiligung stieg von Jahr zu Jahr. 2013 wurden 1.925 Artikel eingereicht. Das Hunger Projekt Indien hat entschieden , dass das Ziel, die Berichterstattung über die Frauenabgeordneten auszuweiten, erreicht ist. Es ist daher nicht mehr erforderlich, den Preis zu verleihen. Die Arbeit der Frauen in den Panchayats wird medial wahrgenommen und es wird regelmäßig darüber berichtet.
Die frei gewordenen finanziellen Mittel wurden in die Vorbereitungen zu den Wahlen 2015 in Madhya Pradesh, Rajasthan und vor allem Karnataka investiert, wo die Frauenquote auf 50 Prozent angehoben wurde.

Weitere Informationen über die Preisträgerinnen und -preisträger:

Internationalen Website des Hunger Projekts.