Lateinamerika

Lateinamerika hat eine Fläche von 20 Millionen km² und die Bevölkerung umfasst 625 Millionen Menschen (2016).

Durch seine 500-jährige spanische und portugiesische Kolonialgeschichte ist Lateinamerika überwiegend katholisch geprägt.

Zwar gilt Lateinamerika generell als wohlhabender als Südasien oder Afrika, dennoch hungern dort weiterhin Millionen Menschen.

In den ländlichen Regionen Lateinamerikas ist besonders die indigene Bevölkerung weiterhin von chronischem Hunger und extremer Armut betroffen. Viele Frauen leben alleine mit den Kindern und älteren Familien-Angehörigen. Die Männer sind emigriert und auch junge Menschen verlassen die Dörfer, da sie keine Perspektive für sich sehen.

Schwerpunkte und Strategien von das Hunger Projekt in Lateinamerika

Die indigenen Bevölkerungsgruppen – vor allem die Frauen – in ihrem Entwicklungsprozess zu unterstützen, ist der Schwerpunkt der Arbeit von das Hunger Projekt in Lateinamerika.Dabei stellt sich das Hunger Projekt auf regionale Gegebenheiten ein und variiert deshalb die Strategien in den einzelnen Ländern und Regionen.

Die Aktivitäten kozentrieren sich aktuell auf Mexiko und Peru.

In Bolivien arbeitete das Hunger Projekt von 1997 – 2009 mit unserer Partnerorganisation ACLO (Fundación Acción Cultural Loyola / Loyola-Stiftung für kulturelle Aktivitäten) zusammen. Aus finanziellen Gründen konnte die Zusammenarbeit leider nicht weitergeführt werden.

Allgemeine Informationen

Kluft zwischen Arm und Reich

Von der Armut betroffen sind vor allem die ländliche und eingeborene Bevölkerung, aber auch viele Menschen in den Slums der Großstädte. Mehr als 40 Prozent der Bevölkerung leben in Armut, 20 Prozent sogar in extremer Armut. Selbst in den wohlhabenderen Ländern Lateinamerikas, wie z.B. Brasilien, ist die Kluft zwischen Arm und Reich riesig und die Verteilung des Reichtums nach wie vor ungerecht.

Auslandsschulden verhindern Sozialpolitik

Die oft unter früheren Diktaturen angehäuften Auslandsschulden sind seit Jahrzehnten eine große Belastung.Das Abzahlen der Schulden verhindert in den meisten Ländern eine effektive Sozialpolitik – mit schwerwiegenden Auswirkungen auf das Bildungs- und Gesundheitswesen sowie auf die Arbeitsbedingungen.

Indigene Bevölkerung

Die indigene Bevölkerung Lateinamerikas umfasst ca. acht bis zwölf Prozent, das entspricht etwa 40 bis 50 Millionen Menschen. Die große Mehrheit (90 Prozent) lebt in Bolivien, Guatemala, Ecuador, Mexiko und Peru. Aufgrund ihrer Kultur, Rasse und Sprache werden große Bevölkerungsgruppen seit Jahrhunderten gesellschaftlich benachteiligt. Die Frauen dieser an den Rand gedrängten Gruppen werden gar in zweifacher Hinsicht diskriminiert: als Indios und auf Grund ihres Geschlechts.