Peru

Peru ist neben Bolivien und Guatemala eines der drei Länder mit mehrheitlich indigener Bevölkerung. Von den 31,7 Millionen Einwohnern (Weltbank, 2016) sind 45 Prozent indigener Abstammung, sie gehören überwiegend zu den Quechua und Aymará sprechenden Völkern.

Ein Drittel der Bevölkerung lebt in Lima

Bedingt durch Landflucht konzentriert sich in Lima, der Hauptstadt von Peru mittlerweile rund ein Drittel der Bevölkerung. Das hat große soziale Probleme zur Folge: Ein erheblicher Teil vor allem der indigenen Bevölkerung in Lima lebt unterhalb bzw. am Rande der Armutsgrenze.

Ethnische, soziale und politische Gegensätze bergen ein vielfältiges Konfliktpotential und führen zu ungenügender Versorgung der Bevölkerung. Die Folge davon sind Nahrungsmittelimporte und hohe Devisenausgaben.

Partnerschaft mit Chirapaq

In Peru kooperiert das Hunger Projekt seit 1997 mit der NGO Chirapaq (Centro de Culturas indígenas del Peru), die von Menschen aus dem Anden- und Amazonasraum gegründet wurde. Chirapaq tritt auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die Rechte der indigenen Bevölkerung ein. Traditionelles, indigenes Wissen wird eingebracht und somit bewahrt.

Alle Maßnahmen, die Chirapaq mit Unterstützung von das Hunger Projekt durchführt, dienen dem Empowerment von indigenen Frauen. Es ist die einzige Organisation in Peru, die alle 37 verschiedenen Sprachgruppen unter einem Dach vereint und dadurch einen sehr guten Überblick über deren Lebensbedingungen besitzt. Chirapaq bietet den Frauen ein Forum für Wissensvermittlung und Dialog sowie zur Formulierung von Zielen und Entwicklung von Strategien, um ihre Lebensbedingungen zu verbessern.

Die Arbeit von Chirapaq konzentriert sich auf die Wiederherstellung alten Wissens und Ressourcen sowie auf die Entwicklung von Fähigkeiten und kulturell angemessenen Wegen, um mit den Problemen von Hunger und Armut umzugehen. Dabei arbeitet Chirapaq mit ländlichen Frauenorganisationen, Gemeinden und lokalen Institutionen zusammen.

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