Hintergründe

Welthunger

“Das Hungerproblem ist die verborgene Massenvernichtung unserer Zeit. Es ist die schleichende Zerstörung von Menschen in riesigem Ausmaß, die Tag für Tag weitergeht. Und wir kennen die Bedingungen, unter denen dies geschieht.”
(Richard Barnet, britischer Politikwissenschaftler)

Die Zahl der Hungernden ist seit 1990 um 216 Millionen zurückgegangen, doch 2017 erstmals wieder angestiegen. 815 Millionen Menschen, also elf Prozent der Weltbevölkerung,  litten 2016 an Hunger – 38 Millionen mehr als im Vorjahr (UN, 2017). Vor allem Krisen und Konflikte, Naturkatastrophen und die Folgen des Klimawandels stellen große Herausforderungen im Kampf gegen den Hunger dar (FAO, 2015)

  • Die große Mehrheit der Hungernden (98 Prozent) lebt in Entwicklungsländern. Davon leben zirka 520 Millionen in Asien und der Pazifikregion, 243 Millionen in Afrika. Jedoch ist der Anteil der Hungernden an der Bevölkerung mit 20 Prozent in Afrika am höchsten. (FAO 2016)
  • Hunger und Ungleichheit sind untrennbar miteinander verbunden: Etwas 60% der Hungernden weltweit sind Frauen und Mädchen. Dies ist häufig das Ergebnis tief verwurzelter gesellschaftlicher Strukturen, die Frauen den Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und Ressourcen verweigern (Welthunger-Index 2017)
  • 1 von 6 Kindern in Entwicklungsländern ist bei Geburt untergewichtig.
  • Fast die Hälfte aller Todesfälle von Kindern unter 5 Jahren ist auf Unterernährung zurückzuführen.
  • Alle 10 Sekunden stirbt ein Kind an Hunger oder an durch Hunger verursachte Krankheiten.
  • Weltweit leiden 155 Millionen Kinder unter 5 Jahren bedingt durch chronischen Hunger unter Wachstumsverzögerungen (stunting)

 

Diese ungeheure Zerstörung menschlichen Potenzials ist umso tragischer, da Hunger überwunden werden kann. Die Welt erzeugt mehr als genug Nahrung für alle, und das wird auch in Zukunft der Fall sein, wenn wir vernünftig handeln.

Die Weltgemeinschaft besitzt sowohl die nötigen finanziellen Ressourcen, als auch das Wissen, um chronische Unter- und Mangelernährung zu überwinden.

Heute ist die Beendigung des Hungers in erster Linie ein menschliches Problem: Chronische Unter- und Mangelernährung bestehen fort, weil wir Menschen es versäumt haben, unsere Gesellschaft so zu organisieren, dass jede/r die Chance hat, eigenständig ein gesundes und produktives Leben zu führen.

Das Hunger Projekt hat sich diesem Ziel verschrieben:
die Überwindung der chronischen Unterernährung und Armut weltweit.

Detaillierte Informationen?

Der Unterschied zwischen chronischem Hunger und Hungersnöten

Die Situation der Frau

Säuglingssterblichkeit

Weltweite Entwicklung

Schlüsselfaktoren

Empowerment