Senegal: Mutter-Kind-Gesundheit

Stärkung der Mutter-Kind-Gesundheit im Distrikt Podor

Senegal liegt in Westafrika und hat eine Bevölkerung von rund 16. Millionen Menschen, 8,5 Millionen davon sind Frauen.

Senegal hat eine der höchsten Sterblichkeitsraten von Müttern und Kindern in Westafrika.

Die Müttersterblichkeitsrate liegt bei 390 pro 100.000 Geburten. Die Säuglingssterblichkeitsrate liegt bei 47 pro 1.000 Lebendgeburten.

Hintergrundinformationen   

Die nördlichen Regionen Senegals, insbesondere die Projektregion des Gesundheitsdistrikts Podor, sind am stärksten von Mütter- und Kindersterblichkeit betroffen. Während andere Distrikte in der nördlichen Region ein Rückgang der Mütter-Kindersterblichkeit verzeichnen, ist der Distrikt Podor weiterhin stark betroffen.

Dennoch können die hohen Müttersterblichkeitsraten durch eine angemessene Schwangerschaftsüberwachung (d.h. verstärkte Schwangerschaftsvorsorge) und durch den Abbau soziokultureller Barrieren gesenkt werden. Die Behörden des Distrikts Podor haben die Gesundheit von Müttern und Kindern zu einer Priorität in den Gemeinden erklärt, und das Projekt zielt darauf ab, die Mütter- und Kindersterblichkeit zu senken und die Herausforderungen bei der Überwindung soziokultureller Barrieren durch Sensibilisierung und Gesundheitserziehung anzugehen.

Die Behörden des Distrikts Podor haben die Gesundheit von Müttern und Kindern zu einer Priorität in den Gemeinden erklärt. Das Projekt zielt darauf ab, die Mütter- und Kindersterblichkeit zu senken und die Herausforderungen bei der Überwindung soziokultureller Barrieren durch Sensibilisierung und Gesundheitserziehung anzugehen.

Ziel

Unser Ziel ist es, die Mütter- und Kindersterblichkeit in zwei Kommunen im Podor Distrikt zu senken, durch

  • die Betreuung schwangerer Frauen
  • den Zugang zu qualitativ hochwertiger Gesundheitsversorgung
  • die Verbesserung des Ernährungs- und Gesundheitszustand von Müttern und Kindern

Das Projekt wird direkt 18.755 Menschen in der Projektregion Podor Distrikt zugutekommen.

Um diese Herausforderungen anzugehen, plant das Projekt die Durchführung von Schulungs- und Kapazitätsbildungsmaßnahmen für das Gesundheitspersonal und weitere Akteure. Darüber hinaus sollen die Gesundheitseinrichtungen besser ausgestattet und verwaltet werden. Zusätzlich dazu werden Community-Aufklärungs- und Sensibilisierungskampagnen in den Gemeinden durchgeführt. Die von dem Projekt zu erwartenden Ergebnisse sind:

  • eine Erhöhung der Zahl der Menschen (insbes. Mütter und Kinder), die Gesundheitseinrichtungen aufsuchen
  • ein verbesserter Zugang zu grundlegenden Gesundheitsdienstleistungen
  • eine bessere Qualität der Versorgung
  • ein Rückgang der Unterernährung bei Müttern und Kindern bis 5 Jahren

Projektmaßnahmen

Unser Partner The Hunger Project Senegal führt dieses Projekt von Januar 2024 bis Januar 2027 im Podor Distrikt durch. In enger Zusammenarbeit mit dem senegalischen Gesundheitsamt vor Ort (Podor Health District) trägt das Projekt dazu bei sogenannte “godmothers” zu schulen. Das sind aktive Frauen aus den Gemeinden, die als Vermittlerinnen und Stimmenträgerinnen eine zentrale Rolle in der Gesundheitserziehung und Sensibilisierung spielen. Sie werden zu verschiedenen Themen geschult:

  • Schwangerschaftsvorsorge und Nachsorge
  • Familienplanung
  • Impfungen
  • Lehrmodule im Bereich „Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene“ (WASH)
  • Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation, um die gesundheitliche Aufklärung lokal zu unterstützen

Des Weiteren finden Ausbildungen von Hebammen in Geburtshilfe, Vor- und Nachsorge sowie weiterführende Schulungen zur Anwendung von Ultraschallgeräten statt.

Um den Gemeindemitgliedern die Vorteile einer Krankenversicherung näherzubringen und dadurch den Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen zu verbessern, finden monatliche „Informationstreffen“ statt.

Um auch die Mitarbeiter*innen der Health-Management-Komitees zu unterstützen, werden Kapazitäten aufgebaut und Schulungen veranstaltet. Zu den Schulungsthemen gehören Organisationsführung, finanzielles Management, Ethik und weitere Themen, die helfen, die Gesundheitsdienstleistungen besser den Bedürfnissen der Gemeinden anzupassen,

Projektförderung

Das Projekt wird mit einem Gesamtbudget von 330.000 Euro umgesetzt. Es wird mit 293.695 Euro durch die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) finanziert. Das Hunger Projekt Deutschland sowie unser Projektpartner The Hunger Project (THP) Senegal leisten einen finanziellen Eigenbeitrag von 36.305 Euro.

In unseren globalen Programmen steht die Stärkung von Frauen und Kindern im Vordergrund.

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Stand Februar 2024

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