IHRE UNTERSTÜTZUNG GEGEN DEN HUNGER

1. Dezember 2022

Heute sind über 828 Millionen Menschen von chronischem Hunger betroffen. Das sind 150 Millionen Menschen mehr als in 2019.

Aktuelle Krisen, wie die Corona-Pandemie, der Klimawandel oder der Krieg in der Ukraine, haben die globale Ernährungskrise verschlimmert.  Die Auswirkungen bekommen wir alle zu spüren. Doch am stärksten treffen sie die Menschen im Globalen Süden und gefährden die Existenz derer, die sich selbst und ihre Familien schon zuvor nicht ausreichend ernähren konnten, so z.B. in vielen Ländern Afrikas, Südasiens und Lateinamerikas. In Afrika hungert jeder fünfte Mensch, darunter viele Frauen und Kinder.

Besonders jetzt ist unsere Unterstützung vor Ort wichtig.

*** Auch Sie können einen Beitrag leisten, denn jede Spende zählt. ***

Mit Ihrer Spende investieren Sie in eine Zukunft ohne Hunger und tragen dazu bei die globale Ernährungskrise nachhaltig zu bewältigen.

Seit 40 Jahren entwickeln wir effektive Maßnahmen mit unseren Partner*innen vor Ort, um den Hunger nachhaltig zu beenden.

Unser Fokus liegt auf der Stärkung und Weiterentwicklung der Fähigkeiten der Menschen vor Ort, damit sie eigenständig Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Lebensumstände ergreifen können.

Wir haben ein einzigartiges globales Netzwerk von 500.000 Freiwilligen und lokalen Führungspersönlichkeiten vor Ort.

Drei Beispiele, wie unsere Projekte den Hunger bekämpfen:

  • Nachhaltige Landwirtschaft fördern: Durch Workshops erlernen Dorfbewohner*innen umweltschonende Praktiken zur Verbesserung ihrer landwirtschaftlichen Produktion, um den Ertrag ihrer Ernte langfristig zu erhöhen.Das verschafft ganzen Gemeinschaften einen besseren Zugang zu Nahrungsmitteln.
  • Ernährungssicherheit stärken: Wir helfen Dorfgemeinden, ihre eigenen Lebensmittelbanken (Food Banks) zu errichten, zu unterhalten und zu verwalten. Das trägt zur Verbesserung der Ernährungssicherheit bei.
  • Einkommen schaffen und Lebensumstände verbessern: Durch Maßnahmen wie Workshops zu beruflicher Bildung und Unternehmensgründung sowie den Zugang zu Mikrokrediten, unterstützen wir die Dorfbewohner*innen ihr Einkommen zu erhöhen. Dadurch können Lebensumstände langfristig verbessert werden.

Was kann Ihre Spende bewirken? Zum Beispiel:

  • 30 € ermöglichen einer/m freiwilligen Entwicklungstrainer*in in Südasien die Teilnahme an einem Führungskräftetraining, während dessen Kenntnisse und Grundlagen erlernt werden, um die eigene Gemeinde zu stärken und zu entwickeln.
  • 100 € ermöglichen einem*r Dorfbewohner*in eine landwirtschaftliche Ausbildung. So kann er*sie Nahrung für sich und für seine*ihre Dorfgemeinde produzieren.
  • 150 € unterstützen freiwillige Entwicklungstrainer*innen in Afrika einen Workshop zu Gesundheit und Ernährungssicherheit zu besuchen, um danach wiederum mehrere tausend Menschen in ihren Gemeinden zu diesen Themen zu sensibilisieren und ihr Wissen an sie weiterzugeben.
  • 250 € bilden eine/n junge*n Unternehmer*in in Afrika aus, um langfristig das Einkommen ihrer Familien und Gemeinden zu steigern.

Jede*r von uns kann helfen und einen Beitrag leisten.

Gemeinsam können wir den Hunger in unserer Welt beenden!

Als Träger des DZI-Spendensiegels verpflichten wir uns zur Einhaltung höchster Standards.

Weitere Beispiele unserer Projekte finden Sie auf unserer Website, unter: https://das-hunger-projekt.de/programme/projekte/

Ihre Spende setzten wir dort ein, wo sie gerade am dringendsten benötigt wird.

DER JAHRESBERICHT 2021 IST ONLINE!

17. November 2022

Wir freuen uns sehr, mit Ihnen zu teilen, dass unser neuer Jahresbericht eingetroffen ist! Durch viele spannende Einblicke gibt er einen Überblick über die Aktivitäten des Hunger Projekts im Jahr 2021, erläutert Höhen und Tiefen und gibt einen Blick hinter die Kulissen. Gerne können Sie ihn hier kostenlos herunterladen.

WAS PASSIERT, WENN UNSERE ERNÄHRUNGSSYSTEME UNS IM STICH LASSEN? WIR FINDEN ES GERADE HERAUS

9. November 2022

Dies ist eine Übersetzung des im Original in der Newsweek erschienen Artikel vom 31.10.2022: https://www.newsweek.com/what-happens-when-our-food-systems-fail-us-were-finding-out-opinion-1755227

Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten sind die des Autors.

Heute treffen Millionen von Menschen auf ihren lokalen Märkten schwierige Entscheidungen – sie kaufen weniger Lebensmittel und überlegen, wie sie ihr Budget für mehrere Mahlzeiten ausgeben können.

Heute werden Millionen von Landwirt*innen zusehen, wie ihr Ackerland brach liegt, weil die Kosten für Düngemittel in die Höhe schießen.

Heute werden Millionen von Kindern hungrig ins Bett gehen.

So sieht ein kaputtes Ernährungssystem aus.

Unsere globalen Ernährungssysteme bestehen aus allen Menschen, Prozessen und Infrastrukturen, die für die Ernährung unserer Welt erforderlich sind. Sie umfassen Erzeuger*innen, Verarbeiter*innen, Transporteur*innen und Händler*innen, die unsere Lebensmittel vom Feld zum Markt oder in den Supermarkt bringen. Dazu gehören auch die Unternehmen, die weitgehend bestimmen, was wir essen. Und sie umfassen auch uns, die Verbraucher*innen.

Jeder von uns ist Teil der globalen Lebensmittelversorgungskette, die anfällig ist für Störungen durch Klimawandel und Umweltzerstörung, geopolitische und gewaltsame Konflikte, wirtschaftlichen Abschwung sowie Ineffizienz und Verschwendung.

Unser globales Ernährungssystem ernährt jeden Tag Milliarden von Menschen. Aber nicht jede*r hat Zugang zu gesunden, nahrhaften Lebensmitteln. Millionen von Familien auf der ganzen Welt haben keinen Zugang zu Grundnahrungsmitteln. Wenn unsere Nahrungsmittelsysteme zusammenbrechen, wie in diesem Jahr aufgrund des Krieges in der Ukraine und der Überschwemmungen in Pakistan, schießen die Lebensmittelpreise in die Höhe, und es kommt zu Hungersnöten. Die Auswirkungen halten über Jahre an.

Während sich die Welt darum bemüht, die von der Hungersnot betroffenen Gemeinschaften zu unterstützen, müssen wir auch unsere Ernährungssysteme stärken, um künftigen Schocks standhalten zu können. Wir dürfen langfristige Fortschritte nicht gegen sofortige Lösungen eintauschen. Wir müssen beides anstreben. Und es ist besonders wichtig, dass wir unsere Ernährungssysteme, angefangen auf der lokalen Ebene, stärken, da sich Katastrophen immer häufiger ereignen.

Wir sollten uns auch daran erinnern, dass die lokalen Gemeinschaften außerordentliche Möglichkeiten haben, ihre eigenen Herausforderungen zu lösen. Wir vom Hunger Projekt arbeiten seit über vier Jahrzehnten mit Gemeinden in ländlichen Gebieten Afrikas, Asiens und Lateinamerikas zusammen, um langfristige Lösungen zur Verbesserung der Ernährungssysteme zu entwickeln. Ausgehend von dieser Arbeit und den Erfahrungen meiner weltweiten Kolleg*innen vor Ort glaube ich, dass es drei Bereiche gibt, in die die Welt investieren sollte, um die Widerstandsfähigkeit unseres globalen Ernährungssystems zu stärken.

Erstens: Wir müssen uns um unsere Erde kümmern. So wie die indigene Landbewirtschaftung als wirksames Mittel zur Abschwächung der und Anpassung an die Auswirkungen der Klimakrise erkannt wurde, ist die Pflege unseres Bodens für die weitere Ernährung unseres Planeten von entscheidender Bedeutung. Einheimische, klimaresistente Nutzpflanzen benötigen weniger landwirtschaftliche Betriebsmittel wie chemische Düngemittel und Pestizide und haben zudem einen hohen Nährwert. Kleinbauern und -bäuerinnen in Uganda setzen beispielsweise biologischen Dung und andere natürliche Pflanzenreste als Dünger und Pestizide auf ihren Höfen ein – eine nachhaltigere Anbaumethode, die ihre charakteristische Widerstandsfähigkeit und ihren Einfallsreichtum unter Beweis stellt und den Boden für künftige Ernten bewahrt.

Als nächstes müssen wir in Kleinbauern und -bäuerinnen investieren, insbesondere in junge Landwirt*innen, die die Zukunft der Landwirtschaft darstellen. Wenn wir sie dabei unterstützen, ihre eigenen Feldfrüchte anzubauen, stärken wir die lokalen Märkte und verringern die globalen Auswirkungen auf das Klima, da die Lebensmittel näher an den Menschen angebaut und geerntet werden, die sie benötigen. Außerdem müssen wir Frauen, die den Großteil der landwirtschaftlichen Arbeit leisten, aber nach wie vor den Großteil der Hungernden in der Welt stellen, mit den Mitteln ausstatten, die sie brauchen, um den Kampf gegen den Hunger sowohl auf regionaler als auch auf nationaler Ebene zu führen.

Schließlich, und das ist vielleicht das Wichtigste, müssen wir mit der Vorstellung aufräumen, Hunger sei ein natürliches Phänomen. Wenn von der weltweiten Ernährungskrise die Rede ist, verwenden viele Menschen den Ausdruck „fehlender Zugang“, um die Gemeinschaften zu beschreiben, die am meisten von Hunger und Armut betroffen sind. Aber, wie wir vom Hunger Projekt schon früher gesagt haben, gibt es so etwas wie fehlenden Zugang nicht – nur eine Verweigerung des Zugangs. Ein globales Ernährungssystem muss bedeuten, dass jede*r – unabhängig von Nation und Einkommen – Zugang zu gesunden Lebensmitteln hat. Frei von Hunger zu sein ist ein Menschenrecht, und die Akteur*innen, die sich aus Inkompetenz oder Profitgründen ihrer Verantwortung entziehen, müssen zur Rechenschaft gezogen werden.

Der Aufbau nachhaltiger lokaler Ernährungssysteme hat eine weitreichende Wirkung: eine größere biologische Vielfalt, eine bessere Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen und ein besserer Zugang zu den Märkten für Landwirt*innen. Es schafft integrativere globale und lokale Wertschöpfungsketten für Lebensmittel und fördert die soziale Nachhaltigkeit. Dies bedeutet, dass Frauen, Verbraucher*innen und Kleinbauern und -bäuerinnen weiterhin widerstandsfähige und florierende Gemeinschaften aufbauen können.

Wir haben die Wahl, unsere kaputten Ernährungssysteme aufrechtzuerhalten oder abzubauen, und obwohl es einer globalen Anstrengung bedarf, um dieses globale Problem zu lösen, können Investitionen in Gemeinde-basierte Lösungen einen Weg in eine Zukunft ohne Hunger weisen.

Wir alle müssen unsere Rolle bei der Schaffung eines besseren, widerstandsfähigeren Ernährungssystems für alle wahrnehmen.

Tim Prewitt ist Experte für Ernährungssicherheit und Präsident und CEO von The Hunger Project.

STATEMENT DES HUNGER PROJEKTS ZUM WELTERNÄHRUNGSTAG 2022

14. Oktober 2022

Am 16.10. ist Welternährungstag. Wir sind stolz darauf, an diesem gemeinsam mit unseren globalen Partnern das Bewusstsein für nachhaltige Lebensmittelsysteme auf der ganzen Welt zu stärken.

Das diesjährige Motto lautet „Leave No One Behind – Niemanden zurücklassen: Bessere Produktion, bessere Ernährung, bessere Umwelt und ein besseres Leben“. Es unterstreicht die Wichtigkeit des globalen Zusammenspiels bei der Förderung nachhaltiger Agrar- und Ernährungssysteme. Diese stehen in enger Verbindung mit aktuellen Herausforderungen wie Armut, mangelnde Gesundheit und Umweltzerstörung. Es braucht daher einen strukturellen Wandel hin zu einem nachhaltigen und widerstandsfähigen globalen Ernährungssystem.

Trotz unserer Bemühungen, eine bessere Gesellschaft für alle zu schaffen, sind bisher zu viele Menschen zurückgeblieben und können nicht vom wirtschaftlichen, sozialen und technologischen Fortschritt profitieren. Die Welt hat heute die Ressourcen, um alle Menschen weltweit zu ernähren, aber aufgrund der hohen Kosten für eine gesunde Ernährung sind Millionen von Menschen von Ernährungsunsicherheit und Unterernährung betroffen. Die Auswirkungen von COVID-19, des Klimawandels und des Ukraine Kriegs erhöhen die Ernährungsunsicherheit auf der ganzen Welt, erschweren den Zugang zu und die Verfügbarkeit von nahrhaften Lebensmitteln und behindern den Erfolg bei der Verwirklichung des SDG 2 Ziels für nachhaltige Entwicklung (SDG): Kein Hunger.

Im Jahr 2020 konnten sich 3,1 Milliarden Menschen aufgrund der Inflation und höheren Lebensmittelpreise keine gesunde Ernährung leisten. Im Jahr 2021 sind bis zu 828 Millionen Menschen mit chronischem Hunger konfrontiert – 150 Millionen mehr als 2019 und 46 Millionen mehr als 2020 -, was auf einen Anstieg der weltweiten Ernährungsunsicherheit hinweist. Es wird erwartet, dass diese Zahlen im Jahr 2022 um 13 Millionen und im Jahr 2023 um weitere 19 Millionen Menschen ansteigen werden.

An diesem Welternährungstag rufen wir die Weltgemeinschaft dazu auf, sich diesen Herausforderungen gemeinsam zu stellen. Wir sind alle miteinander verbunden, unser Handeln wirkt sich weltweit auf die Nahrungsmittelsysteme aus; um eine nachhaltige Zukunft zu schaffen, müssen wir daher gemeinsam aktiv werden, um Veränderungen zu bewirken.

Wir laden Sie dazu ein, sich der weltweiten Bewegung zur Beendigung von Hunger und Armut anzuschließen. Nutzen Sie den Welternährungstag als Gelegenheit, um auf soziale Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen und die Gemeinschaften zu unterstützen, die am stärksten von Hunger, Armut und den Auswirkungen von Klimawandel und Konflikten betroffen sind. Um sicherzustellen, dass niemand zurückgelassen wird, arbeiten wir mit einem Gemeinde-geführten Entwicklungsansatz (Community-Led-Development) in unseren Programmen. So werden auch benachteiligte Randgruppen gestärkt und bleiben nicht auf der Strecke.

Wir vom Hunger Projekt sind der Meinung, dass Investitionen in die Widerstandsfähigkeit von Gemeinschaften der Schlüssel zur Bewältigung der aktuellen und zukünftigen Nahrungsmittelkrisen sind. Wir haben uns dem Aufbau einer Welt verschrieben, in der niemand zurückgelassen wird und jede Frau, jeder Mann und jedes Kind ein gesundes, erfülltes Leben in Eigenverantwortung und Würde führt.

WEBINAR: RETURN ON INVESTMENTS IN SOZIALEM ENGAGEMENT DURCH MATCH MAKING ZWISCHEN KMUs UND NGOs

23. September 2022

Am 12.10.2022 um 17.00 Uhr findet per Zoom das nächste Webinar unserer diesjährigen Reihe statt, diesmal zu dem Thema:

Return on Investments in sozialem Engagement durch Match Making zwischen KMUs & NGOs.

Globale Unsicherheiten und die daraus resultierende Risiken für KMUs sind größer geworden!
Die Corona-Pandemie, der Ukraine-Krieg, die Flüchtlingskrise, die globale Blockbildung und die daraus resultierenden Probleme in Liefer-, und Wertschöpfungsketten, Inflation, Preis- und Zinsspirale, Rezession, Ressourcen- und Personalengpässe tragen nicht gerade zu einer positiven Investitionsstimmung bei. Auf der anderen Seite erwarten Verbraucher, dass sich Marken zielorientiert für Nachhaltigkeit einsetzen, strenge ethische Standards einhalten und verantwortungsbewusst handeln.

Also abwarten, oder antizyklisch Flagge zeigen? Aber wie?

Klaus Thurner, Unternehmer, und Positionierungs- und Markenentwicklungsexperte erklärt, warum Unternehmen, die sich auch in Krisenzeiten gesellschaftlich/nachhaltig engagieren, langfristig erfolgreicher sind.

Darüber wollen wir uns unter anderem unterhalten mit:

  • Ulrich Rieger, Experte Afrika First Network, Leiter der Abteilung Internationalisierung Afrikas A.D. des Bay. Staatsministeriums für Wirtschaft
  • Suna Karakas, Co-Landesdirektorin, Das Hunger Projekt
  • Vincent Gründler, Transformationsforscher, Referent für Entwicklungspolitik & Globales Lernen, Das Hunger Projekt
  • Klaus Thurner, Unternehmer, Positionierungs- und Markenentwicklungsexperte
  • Ursula Becker-Peloso, stellv. Vorsitzende, Das Hunger Projekt

Huckeback Eroberung neuer Märkte durch Entwicklungszusammenarbeit? Nein, es geht um sehr viel mehr als das. Wir reden von einem hochentwickelten Ökosystem, in dem Zukunftsfragen u.a. auch durch globale Partnerschaften entschieden werden. Der G7-Gipfel hat beschlossen, 4,3 Milliarden Euro in die Ernährungssicherheit der ärmsten Länder zu investieren und Xi Jinpings Neue Seidenstraße schafft mit mehr als einer Billion US-Dollar neue Tatsachen, auch in Afrika. Europäische NGOs sind teilweise seit Jahrzenten vor Ort um Hilfe zur Selbsthilfe zu liefern, kennen sich aber auch gut mit den örtlichen Begebenheiten aus.

Sie denken, das ist alles weit weg und hat mit Ihrem Unternehmen nicht viel zu tun? Wir zeigen Ihnen, wie Sie dieses Ökosystem auch für Ihr Unternehmen nutzen können.

Warum ist das Webinar interessant für Ihr Unternehmen? Wir reden über:

  • die Bedeutung von ESG für Ihre zukünftigen Finanzierungen
  • den Zusammenhang von Purpose und sozialen Kompetenzen von Unternehmen
  • den Zusammenhang mit Mitarbeiterbindung und Employer Branding
  • die Wichtigkeit der Zusammenarbeit von NGOs und Unternehmen, gerade jetzt in Afrika
  • wie Sie die Match-Making-Erzählung für Ihre Unternehmensmarke nutzen können

Diskutieren Sie mit uns mit! Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Anmeldungen werden unter info@das-hunger-projekt.de entgegengenommen. Der Link zu dem Zoom-Call wird Ihnen wenige Tage vor dem Webinar zugesandt.

AEW-AKTIONSTAG IN RAVENSBURG AM 24.09.2022

Am 24.09.2022 findet in Ravensburg der Aktionstag der Agenda EINE WELT Ravensburg statt. Wir freuen uns sehr, dass alle Spenden und Erlöse an Das Hunger Projekt gehen. Wenn Sie in der Gegend sind, schauen Sie doch mal vorbei!

DER KRIEG IN DER UKRAINE IST EINE GLOBALE KRISE DER ERNÄHRUNGSSICHERHEIT

21. Juni 2022

Eine Stellungnahme des CEOs und Präsidenten des globalen Hunger Projekts in der Newsweek.

Übersetzung dieses Newsweek Artikels vom 02. März 2022:

Eine Woche ist seit dem verheerenden Einmarsch der russischen Streitkräfte in die Ukraine vergangen. Die Welt muss beginnen, sich mit der sich abzeichnenden Krise auseinanderzusetzen, die den Krieg auf den Straßen der Ukraine überdauern wird – dem Hunger.

Langanhaltende Nahrungsmittelknappheit, Unterernährung und akuter Hunger, die durch Kriege ausgelöst werden, sind allzu oft die unterbelichteten und übersehenen Folgen von Konflikten. Wir sehen jedoch unweigerlich Zusammenhänge: Jedes Mal, wenn ein gewaltsamer Konflikt eine Region erschüttert, werden mehr Menschen in den Hunger getrieben. Auf dem Höhepunkt des Irak-Krieges berichtete eine UN-Agentur, dass über 800.000 Menschen jede Nacht hungrig zu Bett gingen und mehr als die Hälfte der Bevölkerung von Nahrungsmittelknappheit bedroht war. Derzeit warnt die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), dass in Äthiopien fast 18 Millionen Menschen von akuter Ernährungsunsicherheit und Hungersnot bedroht sind, eine Krise, die vor allem durch regionale Konflikte ausgelöst wurde. In diesem Fall steht sogar noch mehr auf dem Spiel, denn Millionen Menschen könnten weit über die Grenzen der Ukraine und Russlands hinaus in den Hunger getrieben werden.

Die Ukraine und Russland sind wichtige Exporteure von Weizen, Mais und Ölsaaten – Grundnahrungsmittel, die jetzt in Gefahr sind. Nach Angaben des International Trade Centre exportieren diese beiden Länder weltweit 26 Prozent des Weizens und 67 Prozent der Sonnenblumenkerne, Baumwollsamen und Safloröle. Dabei handelt es sich um vitaminreiche Pflanzen, die für die tägliche Ernährung wichtig sind und in Brot, Speiseöl und Tierfutter verwendet werden. Beide Länder sind wichtige Nahrungsmittellieferanten für Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen, in denen bereits Dutzende von Millionen Menschen von Ernährungsunsicherheit betroffen sind. Die Importländer in der Region verzeichnen bereits einen Preisanstieg – ein Trend, der voraussichtlich auch auf die Nachbarregionen übergreifen wird.

Was sind die Folgen dieses Preisanstiegs? Wenn die Preise für Grundnahrungsmittel wie Weizen, Mais und Speiseöl steigen, bekommen diejenigen, die in Armut leben, die Auswirkungen stärker zu spüren. In den USA bleiben die Kosten für Verarbeitung, Verpackung und Vermarktung relativ stabil, so dass die Verbraucher möglicherweise ein paar Cent mehr in den Supermarktpreisen sehen werden. In Regionen, die enger mit der ukrainischen und russischen Agrarwirtschaft verbunden sind, wird es jedoch zu deutlichen Kostenunterschieden kommen.

Wir haben die verheerenden Auswirkungen von Preisveränderungen in dieser Region schon einmal erlebt. Im Jahr 2008, während der Wirtschaftskrise, verdoppelte sich der Preis für Weizen und Mais, und der Preis für Reis verdreifachte sich fast, so dass sich Millionen Menschen keine Nahrungsmittel mehr leisten konnten. In Burkina Faso in Westafrika, wo bereits 20 Prozent der Bevölkerung an Hunger litten und mehr als 76 Prozent des Einkommens für die Ernährung der Haushalte ausgegeben wurden, mussten Millionen von Familien hungern – viele von zwei Mahlzeiten pro Tag auf eine. Diese Volkswirtschaften sind auch heute noch eng miteinander verbunden. Im Jahr 2020 importierten die afrikanischen Länder landwirtschaftliche Erzeugnisse im Wert von fast 7 Milliarden Dollar aus der Ukraine und Russland. Ein ausreichend starker und langanhaltender Preisanstieg wird die Nahrungsmittelkrise von 2008 wiederholen.

Schon vor der russischen Invasion waren die Lebensmittelpreise auf den höchsten Stand seit 2011 gestiegen. Jetzt haben Inflation, Unterbrechungen der Versorgungskette und wachsende Ungleichheit weltweit in Verbindung mit dem Konflikt den perfekten Sturm für eine globale Krise der Ernährungssicherheit ausgelöst, von der die in Armut lebenden Menschen am stärksten betroffen sind.

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind heute 811 Millionen Menschen von chronischem Hunger betroffen und 2,37 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu angemessener Ernährung – eine Hungerpandemie, die durch COVID-19 noch verschärft wird. Die Invasion in der Ukraine gefährdet weitere Millionen Menschen, denn Konflikte sind seit Jahrzehnten eine der Hauptursachen für Hunger und Unterernährung. Die Welt kann es sich einfach nicht leisten, dass ein weiterer Konflikt die Zahl der hungernden Menschen noch weiter in die Höhe treibt.

Leider werden die Dominosteine, die durch die Invasion gefallen sind, noch Monate und möglicherweise Jahre lang weiter fallen und weit über die Grenzen der Ukraine Auswirkungen haben. Im Hinblick auf unsere Verantwortung, zu reagieren, müssen wir alle die Weltgemeinschaft auffordern, bei den langfristigen Folgen dieses Konflikts – und allen Konflikten – zu helfen. Die Lösung wird von Region zu Region und von Land zu Land unterschiedlich aussehen, aber der private und der öffentliche Sektor müssen unverzüglich gemeinsame Anstrengungen unternehmen, um in langfristige Initiativen zur Ernährungssicherheit zu investieren. Wir brauchen eine wirklich globale Anstrengung, um sicherzustellen, dass die Hungernden nicht die vergessenen Opfer des Krieges sind.

Tim Prewitt ist Experte für Ernährungssicherheit und Präsident und CEO von The Hunger Project.

Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten sind die des Autors.

RÜCKBLICK – THE HUNGER PROJECT COUNTRY LEADERS CONFERENCE 2022

Vom 11. bis 15. Mai 2022 fand die „The Hunger Project Country Leaders Conference 2022“ in Ghana statt. Für die fünftägige Konferenz, die vom Hunger Projekt Ghana (THP Ghana) organisiert wurde, kamen die Landesdirektor*innen des Hunger Projekts aus der ganzen Welt zusammen. Die Konferenz gab ihnen die Möglichkeit, Strategien zu entwickeln und sich über Fortschritte auszutauschen. Zudem wurde diskutiert, wie man die gemeinsame Mission zur Beendigung von Hunger in Zukunft weiter verfolgen kann.

20 Teilnehmer*innen aus 17 Ländern reisten zu diesem Zweck nach Accra. Auch Suna Karakas, Co-Landesdirektorin des Hunger Projekts in Deutschland, nahm daran teil. Auf der Agenda stand unter anderem die Besprechung der neuen globalen Strategie ab 2022 und der Austausch über die nationalen Länderstrategien, die die einzelnen Hunger Projekt-Büros im Vorlauf erarbeitet hatten. Ein besonderes Highlight wartete am letzten Tag der Konferenz: gemeinsam besuchten die Teilnehmer*innen das Taido-Epizentrum, wo sie sich mit dem Leadership Committee des Epizentrums austauschten und Projektaktivitäten aus nächster Nähe miterleben durften.

Samuel Erasmus Afrane, der Landesdirektor des Hunger Projekts Ghana (THP Ghana), sagte bei der Eröffnung der Konferenz, dass THP Ghana sich sehr geehrt fühle, als Gastgeber einer solchen Konferenz ausgewählt worden zu sein. Der Präsident und Geschäftsführer des globalen Hunger Projekts, Tim Prewitt, wies darauf hin, dass solche Zusammenkünfte für das Wachstum jeder Organisation unerlässlich sind und forderte die Besucher*innen der Konferenz auf, die Möglichkeiten zum Austausch und gemeinsamen Wachsen voll und ganz zu nutzen.

DAS HUNGER PROJEKT E.V. SUCHT VERSTÄRKUNG!

Wir suchen  ab sofort eine*n

Referent*in Fundraising

in Teilzeit (80%, 32h) oder Vollzeit (100%, 40h)

zur Verstärkung unseres Teams. Fundraising in dem Bereich Großspender (Firmen und Privatpersonen) wäre Ihr vorrangiges Arbeitsgebiet, in dem Sie selbstständig und eigenverantwortlich in Abstimmung mit unserer Landesdirektion arbeiten.

Aktuell arbeitet unser hauptamtliches Team in München und in Hamburg. Die Stelle kann ggfs. auch Remote im Homeoffice besetzt werden.

Ihre Aufgaben:

  • Identifizierung, Ansprache und Pflege von potenziellen Großspendern (Firmen und Privatpersonen)
  • Entwicklung und Umsetzung einer zielgruppenorientierten Fundraising-Strategie
  • Entwicklung und Durchführung von Aktivitäten und Kampagnen zur Neu-Akquise von Großspendern
  • Unterstützung bei der Durchführung von Präsentationsterminen und

Networking

  • Durchführung von Webinaren über unsere Arbeit für Großspender
  • Absprache mit und Reporting an die Landesdirektion


Was wir uns wünschen:

  • Mehrjährige Berufserfahrung (mindestens 5-7 Jahre) und ausgewiesene Erfolge im Bereich Fundraising
  • Bestehende Netzwerke/Kontakte
  • Erfahrung im Kontext der internationalen Zusammenarbeit
  • Sehr gute organisatorische und kommunikative Fähigkeiten
  • Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit und Belastbarkeit
  • Selbstständige, zielorientierte und sorgfältige Arbeitsweise, sowie Eigeninitiative bei der Bearbeitung neuer Aufgabenfelder
  • Hohes Maß an Flexibilität und Einsatzbereitschaft
  • Fließende Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift
  • Gute Kenntnisse in MS-Office-Anwendungen, neuen DV-Programmen und Spenderdatenbanksystemen


Was wir bieten:

  • Ein strukturiertes, professionelles und innovatives Arbeitsumfeld
  • Interessantes Aufgabengebiet mit Raum für neue Ideen
  • Internationales Team
  • Ein wertschätzendes Umfeld
  • Zielorientierte Ausrichtung
  • Teilnahme an Konferenzen
  • Flexibles Arbeiten im Homeoffice/Remote möglich

Sind Sie interessiert an einem internationalen Arbeitsumfeld im gemeinnützigen Bereich? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung mit Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnissen sowie Angabe Ihrer Gehaltsvorstellungen und frühestmöglichen Starttermin.

Bitte senden Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen bis spätestens 17.06.2022 an Frau Betsy Torneden unter betsy.torneden@das-hunger-projekt.de. Wir behalten uns vor, bereits vor Fristablauf Gespräche zu führen.

Mehr Informationen über das Hunger Projekt e.V. finden Sie unter www.das-hunger-projekt.de.

SPENDEN IN LIEBEVOLLER ERINNERUNG! UNSERE TESTAMENTSBROSCHÜRE

6. Mai 2022

Wussten Sie, dass Sie auch über Ihr Testament Hunger bekämpfen und Menschenleben retten können? Mit Ihrem Nachlass können Sie Kindern und deren Familien bei der Überwindung von Hunger und Armut helfen. Unseren Testamentsratgeber „Mein Testament für die Zukunft“ können Sie unverbindlich und kostenfrei auf unserer Webseite downloaden. Darin sind die wichtigsten Informationen zusammengefasst, die Sie benötigen, um Ihren Nachlass so zu gestalten, wie Sie es sich wünschen. Bitte schauen Sie sich hierzu auch unser Video „Mit Ihrem Testament Menschenleben retten“  an. Da unser Verein vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt ist, sind Sie sowohl von der Erbschafts- als auch von der Schenkungsteuer befreit.  

Über eine Trauerspende können Sie zusätzlich an Ihre Verstorbenen in liebevoller Erinnerung gedenken. Weitere Infos finden Sie hier.

Kontaktieren Sie uns

Gerne sprechen wir mit Ihnen, um zu sehen, was Sie für Wünsche und Ideen haben, wie Sie Ihren Nachlass regeln möchten. Dies können wir – unter Einhaltung aller Hygiene-Vorschriften – gerne persönlich machen, aber auch virtuell. Kontaktieren Sie uns über testamente@das-hunger-projekt.de